Von Michael Grandt
Wachpolizisten lernen auch arabisch und arabische Traditionen, um Streit unter den Asylbewerbern schlichten zu können.
„Sonderpolizisten“ stellen sich in Flüchtlingsunterkünften vor
Flüchtlingsunterkünfte in Bautzen und der Region werden jetzt durch neue Wachpolizisten bewacht. Ihre Ausbildung dauert 12 (!) Wochen. Sie sind im eigentlichen Sinne keine „echten“ Polizisten, denn sie dürfen laut Gesetz nur Objektschutz übernehmen und die Landespolizei bei der Personenüberwachung unterstützen.
Pflichtgetreu wollen sie sich in den Flüchtlingsunterkünften vorstellen. Sie werden dann jeweils zu zweit in drei Schichten die Objektbewachung rund um die Uhr übernehmen und die Unterkünfte bestreifen.
Polizisten lernen arabisch, um Streit unter Asylbewerbern zu schlichten
Um den Streit auch unter den Asylbewerbern zu schlichten, steht bei den Wachpolizisten u.a. auch das Fach „Interkulturelle Kompetenz“ auf dem Lehrplan. Sie lernen wichtige arabische Worte und bekommen arabische Traditionen vermittelt.
In Bautzen gibt es derzeit sieben dieser „Sonderpolizisten“, in Görlitz folgen im Frühjahr 20 weitere.
Zur Erinnerung:
Flüchtlinge, die Flaschen und Steine warfen und mit Holzlatten auf Polizisten losgingen
Bei der Pressekonferenz stellte Polizeidirektor Uwe Kilzin klar:
20 „umA’s“ („unbegleitete minderjährige Ausländer), auf gut deutsch: Flüchtlinge, haben gestern Abend in Bautzen auf 80 „Bürger“ in Bautzen Steine und Bierflaschen geworfen. Daraufhin eskalierte die Situation, denn die „Bürger“ (darunter auch „Rechte“) ließen sich das nicht gefallen und holten zum Gegenschlag aus.
Die Polizei wurde dann von den Flüchtlingen mit Flaschen und Holzlatten angegriffen! Die Beamten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein.
Von den Medien verschwiegene „Vorgeschichten“
Der Polizeisprecher bestätigte zudem, dass es zu diesen Vorfällen eine „Vorgeschichte“ gab. Am 9. September demonstrierte die Vereinigung „Bautzen bleibt bunt“. Es gab auch eine Gegendemonstration.
Aus der Demonstration „Bautzen bleibt bunt“ heraus blendete ein „umA“ den Redner der Gegendemonstration mit einem Laserpointer so stark, dass die Polizei von „gefährlicher Körperverletzung“ sprach. Woher ein minderjähriger Flüchtling überhaupt so einen Pointer hat, bleibt ungeklärt.
Die Polizei unterband die Laseraktion. Daraufhin warfen mehrere umA’s Flaschen auf die Gegendemonstranten. Die Polizei musste wieder eingreifen. Die Übergriffe waren so stark, dass sogar die Straße gesperrt werden musste. Erst gegen Mitternacht konnte wieder Ruhe und Ordnung in der Stadt hergestellt werden.
Eine weitere „Vorgeschichte“ enthüllte der Oberbürgermeister von Bautzen:
Es gab immer wieder Pöbeleien von den Asylanten aus, laute Musik, Körperverletzung, Beleidigungen und Beschwerden von Anwohnern. Von April bis September 2016 musste die Polizei 70 mal einschreiten!
Michael Kretschmer, Generalsekretär der sächsischen CDU sagte: „Es ist eine No-go-Area entstanden“.
Doch die Medien machten schnell die Flüchtlinge zu den Opfern, obwohl sie Täter waren, da laut Polizei die Gewalt ganz klar von ihnen ausging. Das „Verdrehen“ hört sich in der Sächsischen Zeitung dann so an:
„Auf dem Kornmarkt in Bautzen war es im September zu Ausschreitungen zwischen jungen Flüchtlingen und Rechtsextremen gekommen.“